Presse und News

 

Humboldt-Universität und quantumReality verlängern Forschungskooperation in der Elektrochemie

HU-Präsidentin Julia von Blumenthal, Humboldt-Innovation, quantumReality und HU kommen zusammen
(v.l.) HI-Geschäftsführer Volker Hofmann, Prof. Dr. Emil List-Kratochvil, Founder und CEO von quantumReality Eve Büchner, HU-Präsidentin Prof. Dr. Julia von Blumenthal und Founder und CTO von quantumReality Dr. Joachim Hertel (c) HU Berlin/Stefan Klenke

 

Eine erfolgreiche Forschungskooperation geht in die nächste Phase: Die Humboldt-Universität zu Berlin und das Potsdamer Science VC quantumReality verlängern ihre Zusammenarbeit zur Entwicklung digitaler Zwillinge für Elektrolyseanlagen um zwei Jahre mit einem Auftragsvolumen von 500.000 Euro.

Berlin, den 09. Juni 2026. Die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) hat erneut einen umfangreichen Forschungsauftrag des Potsdamer Risikokapitalgebers quantumReality GmbH eingeworben: Diesmal beträgt das Auftragsvolumen 500.000 Euro. Mit dem neuen Projekt wird die bestehende Zusammenarbeit im Bereich KI-gestützter Elektrochemieforschung weiter ausgebaut. Nach einem erfolgreichen Vorprojekt im Jahr 2025 investiert das Unternehmen weiter in die Forschung der Arbeitsgruppe „Hybride Bauelemente“ unter Leitung von Prof. Dr. Emil List-Kratochvil am Center for the Science of Materials Berlin der HU.  

Anwendungsorientierte Forschung

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines digitalen Zwillings für PEM- und AWE-Elektrolyseanlagen. PEM-Elektrolyseanlagen (Proton Exchange Membrane) sind für die Herstellung von grünem Wasserstoff eine Schlüsseltechnologie. Die Entwicklung digitaler Zwillinge soll zu signifikanten Verbesserungen ihrer Lebensdauer, Effizienz und Betriebskosten führen.

Das neue Projekt baut auf einem vorbereitenden Forschungsauftrag aus dem Jahr 2025 auf. Aus ersten wissenschaftlichen Modellen und Handlungsempfehlungen ist eine langfristige Forschungskooperation entstanden. Ein Beispiel dafür, wie anwendungsnahe Forschung konkrete technologische Perspektiven eröffnet.

„Die erneute Zusammenarbeit zeigt, dass wissenschaftliche Exzellenz und anwendungsorientierte Forschung erfolgreich zusammenwirken können“, sagt Prof. Dr. Julia von Blumenthal, Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin. „Gerade in Zukunftsfeldern wie KI und nachhaltiger Energieinfrastruktur braucht es enge Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.“

Elektrolysesysteme künftig effizienter betreiben

Das Forschungsprojekt verbindet elektrochemische Modellierung mit modernen KI-Methoden und datengetriebener Analyse „Wir arbeiten an Systemen, die elektrochemische Prozesse nicht nur messen und auswerten, sondern tatsächlich verstehen“, erklärt Prof. Dr. Emil List-Kratochvil. „Damit können Elektrolysesysteme präziser analysiert und langfristig effizienter betrieben werden.“

„quantumReality GmbH stellt neben Kapital auch wissenschaftliche Expertise und Business Development zur Verfügung. Die ausgezeichnete Projektführung durch Prof. Dr. List-Kratochvil hat zu einem relevanten Investitionsvolumen geführt. Unsere Science Investments sind maßgeblich durch die hervorragende Kooperation mit der Humboldt Innovation GmbH geprägt“ sagt Eve Büchner, Geschäftsführerin der quantumReality GmbH.  

Mit dem Projekt stärkt die Humboldt-Universität zusammen mit ihrer Innovationsgesellschaft Humboldt-Innovation GmbH ihre Aktivitäten im Bereich kooperativer Forschung und unterstreicht die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit an der Schnittstelle von KI, Elektrochemie und nachhaltigen Energietechnologien. 

Weitere Neuigkeiten

  • Zum Semestertsart haben Hochschulsport und HumboldtStore ein neues Sportshirt entwickelt, das ab sofort erhältlich ist

    Der Hochschulsport der Humboldt-Universität zu Berlin bietet über 700 Kurse für unterschiedliche Interessen und Fitnesslevel. Im Interview erklärt Rieke Bruns, stellvertretende Leiterin des Hochschulsports, welche Sportarten besonders gefragt sind, wie man den passenden Kurs findet und was das Angebot so besonders macht.
  • Prof. Dr. Heike Klüver unter den 100 Köpfen der Berliner Wissenschaft

    Die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Heike Klüver zählt zu den „100 Köpfen der Berliner Wissenschaft“ des Tagesspiegels und forscht dazu, wie demokratische Institutionen gestärkt und demokratischer Rückschritt verhindert werden können.
  • Forschung mit Impact: Nobelpreis für Peter Hegemann

    Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2026 geht an Peter Hegemann von der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Georg Nagel (Universität Würzburg) und Karl Deisseroth (Stanford University) für ihre wegweisenden Entdeckungen auf dem Gebiet der Optogenetik.
  • HU-Professor ist einer von 20 UNIPRENEURS 2026

    Alle drei Jahre vergibt UNIPRENEURS Preise für außergewöhnliche Leistungen im Bereich Unternehmertum an Hochschulen. 2026 zählt Prof. Dr. Christian Hackenberger zu den Preisträger:innen.
  • Humboldt-Universität und IHK Berlin unterzeichnen Kooperationsvereinbarung

    Gemeinsam für Talente und Innovationen „Made in Berlin“. Die HU und die IHK Berlin wollen Wissenschaft und Wirtschaft noch enger verzahnen.