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HI:LIGHTS: Inuru eröffnet eigene Fabrik: Interaktive Verpackungen bald Massenware?

 

Inuru Fabrikeröffnung

Foto: (c) Gründerszene.

OLED-Displays (organic light-emitting diode), die papierdünn und recyclebar sind, verspricht das Startup Inuru, das sich an der Humboldt-Universität zu Berlin gründete und seinen Beitrag zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft leisten möchte. 

Interaktive Verpackungen - Kunden wie Coca-Cola oder Cattier Champagner

Die OLEDs werden zurzeit vor allem auf Lebensmittelverpackungen und Kleidung angebracht und sind ein echter Hingucker. Oberflächen sind nicht mehr statisch, sondern in Bewegung. Die Displays können entsprechend des jeweiligen Produkts und Marke angepasst werden. Bekannte Marken, die zu den Kunden von Inuru zählen, sind bspw. Coca-Cola, Cattier Champagner oder Displate. Abgesehen davon können OLEDs für die Verpackung von Medikamenten einen Nutzen bringen, indem sie gesundheitsrelevante Hinweise kennzeichnen, so dass Konsument:innen diese nicht übersehen. 

Eröffnung der Dragon Factory - Massenproduktion von OLEDs in Planung

Die Produktion von OLEDs war, bis Inuru die Herstellung revolutionierte, eine kostspielige Angelegenheit. Das innovative Startup vereinfachte die Produktion und stellt die organischen Leuchtdioden nun per Druck her, was die Produktionskosten erheblich senkt. 
Nun verfügt Inuru sogar über eine eigene Fabrik, durch die eine Massenproduktion der OLED-Displays möglich werden soll. Am 11. März haben die Gründer Marcin Ratajczak und Patrick Barkowski in Wildau bei Berlin ihre sogenannte Dragon Factory eröffnet. Dort werden nach einem von Inuru eigens entwickelten Herstellungsverfahren leuchtende, hauchdünne Schichten auf PET-Kunststoff gedruckt. Laut Ratajczak können die OLEDs so in alle erdenklichen Oberflächen oder Formen integriert werden. Bald soll es nach Barkowski auch möglich sein, interaktive Inhalte auf Verpackungen abzubilden. In der Fabrik erfolgt die Produktion vollautomatisch auf einer einzigen Produktionslinie, was den Gründern zufolge die Herstellungskosten gegenüber der konventionellen Produktionsweise um bis zu 90 Prozent reduziert. Dies stellt für die Verpackungsindustrie eine Revolution dar. 

Nachhaltige Herstellung der OLEDs

Auch die nachhaltige Fertigung ist ein Vorteil der OLEDs von Inuru: „Inuru kann das Recyclingsystem nachhaltig revolutionieren. Durch die Integration von wiederbespielbaren Displays könnten Verpackungen wie Tetrapacks wiederverwendet und mit neuem Inhalt befüllt werden.“, sagt Ratajczak. Im Vergleich zu herkömmlicher Produktion kann Inuru Energieeinsparungen von 67 Prozent und solche von Material von 99 Prozent verzeichnen. Weiter verzichtet das Startup auf den Einsatz toxischer Materialien, indem OLEDs aus organisch emittierenden Materialien bestehen. Dies sorgt für eine drastische Reduktion des materiellen Fußabdrucks und trägt ebenfalls zur Nachhaltigkeit von Inurus OLEDs bei. 

Inuru hebt sich mit seiner innovativen, kostengünstigen Herstellung sowie der Besonderheit seines Produkts in starkem Maße von der Konkurrenz in der Verpackungsindustrie ab und nimmt eine Art der Monopolstellung für diese Art der Produktetikettierung ein. Inuru ist ein weiteres gutes Beispiel dafür, wie vielfältig und lukrativ Nachhaltigkeit in der Wirtschaft sein kann. 

Artikel: Inuru: Start-up entwickelt Verfahren für nachhaltigere und billigere OLED-Displays (wiwo.de); Inuru eröffnet erste Produktionshalle der neuartigen OLED-Displays - Business Insider

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