Einsamkeit ist ein wachsendes gesellschaftliches Problem mit erheblichen Folgen für die psychische und körperliche Gesundheit. Dabei reicht es oft nicht aus, betroffene Menschen einfach nur zusammenzubringen. Das Problem sitzt meist tiefer: Hinderliche Gedanken- und Verhaltensmuster halten sie oft davon ab, tiefe Verbindungen einzugehen. Wer beispielsweise glaubt, Freunden mit den eigenen Problemen nur zur Last zu fallen, bleibt mit seinen Sorgen am Ende allein.
Mit platoniq hat das Gründer:innen-Team eine evidenzbasierte App gegen Einsamkeit entwickelt. Die Nutzer:innen durchlaufen ein strukturiertes 6-Wochen-Programm, das individuelle Beziehungsmuster sichtbar macht und dabei hilft, diese durch alltagsnahe Challenges nachhaltig zu verändern. Dabei werden alle Facetten von Beziehungen beleuchtet: von der ersten Kontaktaufnahme bis hin zur konstruktiven Konfliktlösung. Die Grundlage hierfür bilden bewährte Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie.
Die Idee basiert auf Silvans Promotionsforschung. Die zentrale Erkenntnis: Obwohl die WHO soziale Gesundheit als ebenso wichtig wie die körperliche und psychische einstuft, wird sie im bestehenden Präventionssystem fast völlig vernachlässigt. Während Angebote für physische Fitness allgegenwärtig sind, fehlt für die ebenso gesundheitsrelevante Pflege sozialer Beziehungen bislang jede Infrastruktur.