Gemeinsam für Talente und Innovationen „Made in Berlin“. Die HU und die IHK Berlin wollen Wissenschaft und Wirtschaft noch enger verzahnen.
Berlin, den 16. September 2026. Die Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) Prof. Dr. Julia von Blumenthal und IHK-Präsident Sebastian Stietzel haben dazu heute eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Konkretes Beispiel für die Zusammenarbeit ist die neue KI-basierte Plattform PatentPlus, die die HU mit Unterstützung der IHK entwickelt hat. Mit PatentPlus macht die Universität ihr gesamtes Patent-Portfolio erstmals als durchsuchbares Technologieangebot öffentlich zugänglich – und schließt damit eine der zentralen Lücken im Wissenstransfer: den Weg von der Erfindung in die Verwertung. Das Angebot richtet sich an Unternehmen und Investoren, die gezielt nach lizenzierbaren Technologien oder Forschungskooperationen suchen.
Prof. Dr. Julia von Blumenthal, Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin: „Der Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist für eine Universität von zentraler Bedeutung. Mit unserer Forschung entwickeln wir Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit. Damit sie wirksam werden, müssen sie den Weg in die Praxis finden. Ich freue mich daher über die Kooperationsvereinbarung mit der IHK Berlin. Unsere Zusammenarbeit in der Startup Factory JUNI, beim Berliner IP-Modell und nun mit PatentPlus zeigt, wie wir gemeinsam Innovationen fördern und Forschung schneller zur Anwendung bringen.“
Sebastian Stietzel, Präsident der IHK Berlin: „Unternehmen brauchen leichteren Zugang zu Forschung, Talenten und Patenten, damit aus wissenschaftlicher Exzellenz Innovationen, Wettbewerbsvorteile und Arbeitsplätze werden. Deshalb hat die IHK Berlin in den vergangenen vier Jahren bereits Kooperationen mit der FU, der TU, der HWR und der HTW geschlossen. Auch die Vereinbarung mit der HU Berlin und unsere neue Plattform für das Matching von Patenten verfolgen das Ziel, den Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft systematisch auszubauen. Gemeinsam schaffen wir kurze Wege für mehr Wertschöpfung ‚Made in Berlin‘.“
Staatssekretär für Wissenschaft, Dr. Henry Marx: „Berlin steht für exzellente Forschung – und wir wollen, dass aus guten Ideen schneller erfolgreiche Anwendungen und neue Geschäftsmodelle werden. Die neue Kooperation von Humboldt-Universität und IHK Berlin setzt genau hier an: Mit PatentPlus werden Forschungsergebnisse und Patente der HU und auch der BUA-Partner FU Berlin, TU Berlin und Charité für Unternehmen und Investoren einfacher sichtbar und zugänglich. So finden Wissenschaft und Wirtschaft schneller zusammen, Innovationen gelangen zügiger in den Markt und neue Chancen für Ausgründungen entstehen. Genau diesen Transfer brauchen wir, um Berlin als Wissenschafts- und Innovationsstandort weiter zu stärken.“
Staatssekretär für Wirtschaft, Michael Biel: „In Berlin entstehen jeden Tag neue Ideen und Technologien mit großem wirtschaftlichem Potenzial. Entscheidend ist, dass wir diese schnell und erfolgreich in die Anwendung bringen und daraus tragfähige Geschäftsmodelle entstehen. Die Zusammenarbeit von HU und IHK zeigt, wie das gelingen kann: Mit PatentPlus haben sie gemeinsam einen konkreten Mehrwert für den Wissenstransfer geschaffen. Genau solche Kooperationen brauchen wir, um unsere Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken. Denn unser Ziel ist klar: Wir wollen Berlin zum Innovationsstandort Nummer eins in Europa machen.“
Volker Hofmann, GF Humboldt Innovation GmbH: „Mit dem heutigen Launch der Plattform wird es für Berliner Unternehmen noch einfacher, an unsere Innovationen zu kommen. Damit bauen wir unsere Schnittstellen zu Berliner Unternehmen weiter aus, um den Wirtschaftsstandort voranzubringen. Eine starke Wissenschaft trägt zu einer starken Wirtschaft bei. Besonders wichtig ist mir dabei, dass wir das Tool auch unseren Partnern der Berlin University Alliance zur Verfügung stellen können.“
Gemeinsame Projekte
Mit mehr als zehn gemeinsamen Projekten und Aktivitäten setzen sich HU und IHK Berlin für Fachkräftesicherung und mehr Innovationskraft am Standort ein. Die Kooperationsvereinbarung umfasst zum Beispiel Aktivitäten zur Integration internationaler Studierender in den Arbeitsmarkt, der IHK-Ausbildungsoffensive und zur Stärkung unternehmerischer KI-Kompetenzen durch Angebote des KI-Campus der HU.
Auch für Ausgründungen der Universität wird es zukünftig einfacher, an Patente zu kommen. Mit dem kürzlich verabschiedeten Berliner IP-Modell wurden gründungsfreundlichere Bedingungen für Spin-offs geschaffen, um von Anfang an erfolgreich Investments einwerben und langfristig unternehmerisch erfolgreich sein zu können. Das IP-Modell wurde mit Unterstützung der IHK Berlin vorangetrieben und von der neuen Berlin-Brandenburger Startup-Factory JUNI entwickelt. Die HU ist gemeinsam mit ihren Partnern der Berlin University Alliance und ihrem gemeinsamen Gründungszentrum Science & Startups Mitglied von JUNI.
Weitere Informationen
IHK-Positionspapier "Tranksfer.Wirkung.Made in Berlin"
Link zu PatentPlus